Rom 2024, Marathon und andere Herausforderungen (mit einer kleinen Kurzgeschichte, warum ich zweimal nach Rom musste, um dort einmal Marathon laufen zu können)


 

 

Freitag, Weg zum Flughafen. 

Erst Personen im Gleis, dann Stellwerkstörung. An der Trimbornstraße geht gar nichts mehr. Nach der dritten Durchsage, dass man nicht weiß, wann es weitergehen wird, aus der Bahn ausgestiegen und ein Taxi gerufen. Taximann hat uns im null komma nichts zum Flughafen gebracht und wir konnten noch rechtzeitig zum Boarding. (Das aber auch verzögert begonnen wurde)

Am Flughafen in Rom zielstrebig zum Leonardo Express, weil wir den noch vom letzten Jahr kannten und gute Erinnerungen hatten, da aber an den Ticketautomaten sehr lange Schlangen standen, Online-Tickets gekauft und damit in den Zug. Der Durchgang zum Gleis ging ohne Probleme mit den QR Codes. In der Bahn teilt uns der Kontrolleur mit, dass wir online hätten einchecken müssen und da wir das nicht gemacht haben, wären wir als Schwarzfahrer unterwegs und müssen 50 Euro pro Person Strafe zahlen. Diskussion nicht erwünscht. Kein Pardon. Im nächsten Vierer fing die Diskussion wieder an. Der hat an einem Tag bestimmt tausende Euro verdient.



Endlich im Hotel angekommen wollten wir uns eigentlich nur noch kurz frisch machen und dann auf Nahrungssuche gehen.  Aber wir stellten fest, dass keine Bettdecken auf den Betten lagen. Was heißt das auf Englisch/Italienisch und wie sagt man das? Runter zur Rezeption, kurz erklärt, worum es geht. Sie griff sofort zum Hörer und keine zwei Minuten später kam ein Zimmermädchen und zeigt uns, dass da doch eine Decke drauf ist auf dem Bett. Ups. Peinlich. Dann endlich los. Erstes Geschäft macht vor unseren Augen zu. Zweites schmeißt uns auch quasi raus. Hügel runter, alles zu. Hügel wieder hoch am Hotel vorbei zum Bahnhof. Da hatte zum Glück noch ein Supermarkt auf. Schnell was geholt zurück aufs Zimmer und endlich was gefuttert.



Samstag, zweiter Tag in Rom März 2024

Nach einer kurzen Nacht, runter zu einem ausgiebigen Frühstück und danach zum Bahnhof Termini um mit der Metro zu der Startunterlagenausgabe zu fahren. Am Ticketautomaten ein 48 Stunden Ticket gezogen, auf dem man Name, Vorname und Geburtsdatum eintragen muss. Hat natürlich jeder heutzutage einen Kugelschreiber in der Tasche... Nach langem zögern einen Polizisten gefragt, ob er einen Stift hat und wir konnten die Tickets ausfüllen. Man möchte ja schließlich alles richtig machen und nicht wieder 50 Euro zahlen müssen. An den Schleusen wussten wir dann auch erst mal nicht wie wir das Ticket wo drauf legen oder reinschieben müssen um zum Gleis zu kommen. Irgendwann hat sich das Tor dann geöffnet. Aber als wir aus der Bahn ausgestiegen waren und eine Weile gegangen sind wurde mir bewusst, dass wir das Ticket nicht wirklich entwertet hatten. Es fehlte der Stempel mit Datum und Uhrzeit der ersten Benutzung. Bei der Rückfahrt dann versucht das Ticket in einen Entwerter zu schieben. Hat aber auch nicht funktioniert. Zum Gleis konnten wir trotzdem. Bahnfahren war noch nie so spannend...
 

 

Die Startunterlagenabholung selber verlief reibungslos. Man musste zwar ab und zu etwas anstehen und warten aber das war zeitlich alles im Rahmen und zu ertragen. Große Highlights blieben aber auch aus.

Dann sind wir noch ein bißchen am Kolosseum entlang durch die Stadt zum Hotel zurück und haben dort zu Abend gegessen. Eine mega große Pizza und einen leckeren Merlot dazu. Über zwei Stunden haben wir dort gesessen und gequatscht. Sehr gemütlich. 
 
 





Sonntag, Marathontag 

Kein Frühstück im Hotel. Frühstückszeit war von 7 bis 10 Uhr. Wir mussten aber um 7 raus zum Start gehen. Hatten im Supermarkt Abends etwas Brot, Käse etc gekauft und konnten quasi ein kleines Frühstück auf dem Zimmer einnehmen. Instantkaffee und Wasserkocher waren vorhanden.
 

 

Startbereich sehr unübersichtlich aber nachher doch den richtigen Block gefunden. Ersten Kilometer fluffig, zu schnell. Ab km 19 sehr zäh. Abwechselnd gelaufen, gegangen, gelaufen, gefühlt gekrochen, gedehnt, gestreckt, gelaufen und gegangen und keine Ahnung wie; aber nach 5 Stunden und 55 Minuten im Ziel angekommen. Hab ich geheult... die nette Dame mit der Finishermedaille nahm mich in den Arm und sagte auf Englisch, wir würden uns nächstes Jahr auf jeden Fall wiedersehen. :) 











































Treffpunkt The Gelatist etwas schwierig, da es mehrere gibt.

Auf dem Zimmer kurz geduscht, umgezogen, dann im Hotel Restaurant Pommes und Hähnchenschnitzel gegessen und Wein getrunken, der erst vergessen wurde.

Montag, 18. März 2024

Wieder im Hotel gefrühstückt und dann Richtung Engelsburg und Petersdom. Die Schlange am Petersdom war so lang, dass wir uns spontan dagegen entschieden reinzugehen. Postkarten und Briefmarken gekauft, die wir bei Gelegenheit irgendwo einwerfen wollten. 
 




 

Ein Liter Bier zum Glück nicht trinken und bezahlen müssen aber trotzdem mehr bezahlt als geplant und keinen Bock mehr gehabt dort auch noch was zu essen und auf Toilette zu gehen. Also noch mal kurz zum Supermarkt und im Hotelzimmer "Reste essen". Irgendwie haben wir es geschafft, dass trotzdem noch was übrig war.

Danach nochmal raus, Spanische Treppe, den Schluss eines französischen Gottesdienstes miterleben dürfen und dann noch zum Trevi Brunnen und ein Eis geholt.

Dienstag, 19.März 2024

Frühstück im Hotel, an der spanischen Treppe vorbei zur Villa Medici und Villa Borghese und dort durch den Park spaziert. Immer im Hinterkopf, dass wir die Postkarten noch loswerden müssen. 
 























 

Hardrock Café gesucht und gefunden. Souvenirglas erworben, lecker gegessen und getrunken. 
 






 

Auf dem Weg zum Vatikan (wegen Post) einen Briefkasten entdeckt. (Danach natürlich immer wieder welche)

Sonnenuntergang an der spanischen Treppe 
 










 

Pizza im Hotel Restaurant und Wein an der Bar









Mittwoch, 20.März 2024

Etwas kurzes Frühstück, aus Gründen. 
Mit dem Leonardo Express und einem an einer grünen Maschine entwerteten Papierticket zum Flughafen. Und Rückflug nach Köln.
 


Zweimal Rom für einmal Rom-Marathon. Warum nicht. Es hat sich gelohnt! 😎






Und nun die unglaubliche Geschichte, warum es 2023 nicht mit dem Marathon in Rom geklappt hat:
 
Geplant war eigentlich folgendes:
 
Freitag Flug nach Rom Abflug von Köln/Bonn (dort kann man wunderbar mit der S-Bahn-Linie 19 hinfahren
 
Samstag Startunterlagen in der Expo Village 2023 abholen
Palazzo dei Congressi EUR
Piazza John Kennedy 1
00144 Roma
09 - 20 Uhr
Metro B Richtung Laurentia, Haltestelle EUR Fermi 
(10 Haltestellen ab Termini)

Sonntag Marathon
Montag nähere Umgebung erkunden/Ruhetag
Dienstag Führung Kolosseum
Mittwoch Papst Audienz; Esquilin Hügel, große Basilika Santa Maria Maggiore 

Es war alles bis aufs kleinste Detail durchgeplant und organisiert und gebucht. Und dann kam die erste Nachricht:
15.03.2023 am 17.03.2023 (Freitag) wird am Flughafen Köln/Bonn gestreikt
16.03.2023 vormittags Anruf vom Reisebüro über das wir den Flug und das Hotel gebucht hatten, es sei alles in Ordnung, das Flugzeug fliegt wie geplant, nachmittags die Mitteilung dass der Flug annulliert wurde
etwas später kam ein Anruf von einem Privathandy, da im Reisebüro wohl nichts mehr ging, selbst das Internet streikte bei denen; zusammen versucht Lösungen zu finden; vor allem einen Flug, der mich noch pünktlich vor dem Marathon nach Rom fliegen sollte;
aber es nützte alles nichts, der nächste Flug für uns sollte dann erst Sonntag um 17:55 Uhr starten. Ankunft in Rom 19:55 Uhr. Der Marathon war für mich gelaufen...
Nach dreimal tief durchatmen, hatte ich mich mit der Situation abgefunden und versucht den Startplatz auf 2024 zu verschieben. Die Organisatoren waren da leider nicht sehr kulant.
Trotz allem flogen wir Sonntag Nachmittag nach Rom und verbrachten dort ein paar wunderschöne Tage mit vielen tollen Momenten.
 
Wir sind am Sonntag schon sehr früh am Flughafen gewesen (der Bahn trauen wir aus Gründen nicht zu hundert Prozent, nehmen immer mindestens zwei Bahnen früher) und haben dort dann gemütlich noch Kaffee getrunken. Aus irgendeinem Grund waren aber so viele Menschen schon am Check In in der Zeit, dass wir quasi zu spät waren und unsere Rucksäcke nicht mehr als Handgepäck durchgingen weil schon zu viel Gepäck im Flugzeug wäre.Dann durften wir uns an der Sicherheitskontrolle obenrum fast nackig machen und ich musste sogar meine Turnschuhe ausziehen, die noch extra durchleuchtet wurden.





In Rom selber hatte alles gut geklappt; während wir auf die Rucksäcke warteten, kaufte ich Online Tickets für den Leonardo Express, den wir dann auch ziemlich schnell gut gefunden hatten. Mit dem kommt man bequem ohne Zwischenhalt vom Flughafen nach Termini, von wo aus unser Hotel nicht weit entfernt war. Dank google maps hatten wir das auch schnell gefunden.
 
Am Montag hatten wir das Pantheon angepeilt, wo wir zuerst hinwollten und das vom Hotel nicht so weit entfernt sein sollte, standen aber plötzlich am Tiber und schauten nicht schlecht als wir die Engelsburg erkannten und den Petersdom in der Ferne sahen.Ok, dachten wir; dann halt erst mal dort hin.
 


 


Also ab über die Brücke rüber zur Burg und danach zum Vatikan.

Dort entdeckten wir in einer Parallelstraße eine richtig gute Pizzeria.





wir saßen noch nicht lange, da wurden wir gebeten, den Tisch zu wechseln, weil eine größere Gruppe kommen sollte. die größere Gruppe war eine Familiengeburtstagsfeier und wir saßen mittendrin. Zur "Entschädigung" bekamen wir ein Glas SEkt aufs Haus. 

Gut gestärkt und trotz Regen in bester Laune gingen wir dann zum Pantheon, zum Trevi-Brunnen (mit obligatorischem Münzwurf natürlich) und dem Eis, das man gegessen haben muss und weiter zur Spanischen Treppe, wo wir oben in der Kirche den Beginn eines französischen Gottesdienstes miterleben durften (leider hatte ich da schon Probleme mit dem Rücken bzw. Bein und konnte nicht lange sitzen; da wusste ich noch nicht, was mich noch alles erwarten würde; von wegen Piriformis-Syndrom oder so; Bandscheibenvorfall!!!)









Dienstag vor der großen Tour eine Abstecher vom Hotel aus rechts die Straße hoch zum Brunnen am Ende der Via Nazionale gemacht und dort in die Kirche rein, kurz zum Brunnen und von dort aus zum Treffpunkt der geführten Tour am Kolosseum, Via Colosseum. Dort vor dem Café war der abgemachte Treffpunkt. Mit Kopfhörern ausgestattet konnte man die Tourleiterin sehr gut hören die ganze Zeit über und wurde überschüttet mit interessanten Informationen; vieles was man schon wusste aber noch mehr, was man noch nie gehört hatte. Vom Kolosseum aus ging es noch weiter zum Palatin Hügel und zum Forum Romanum.






Nach der wundervollen Tour natürlich mal wieder auf Nahrungssuche gegangen und fast wieder am Trevi-Brunnen gelandet. Doppio Malto


Für den Mittwoch hatte ich uns eine Generalaudienz beim Papst gebucht und wir hatten tatsächlich auch noch einen Sitzplatz super weit vorne ergattern können.





Nach dieser bewegenden Erfahrung ging es zum Frühstück in ein sehr gemütliches Restaurant mit sehr netter Bedienung (aber nur einer Toilette); apropos Toilette: bei einigen Waschbecken hat es etwas gedauert bis ich verstanden hatte, wie ich das Wasser anstelle; da gab es Fußhebel im Boden unter dem Waschbecken. 







Gut gestärkt ging es zur nächsten geführten Tour durch den Petersdom und die Grotte hoch zur Kuppel; erstes Stück mit dem Aufzug aber dann ging es nur über Treppen weiter hoch, wo es teilweise mehr als eng wurde.














Unser Mittag- bzw. Abendessen hatten wir leider in einer völlig überteuerten Trattoria eingenommen. Dort wollten wir Ravioli bestellen, haben uns aber Antipasti-Platten andrehen lassen, die uns inkl. 2 Bier pro Person fast 95 Euro gekosten haben. Ich hoffe es war ein blödes Missverständnis bzw. Kommunikationsproblem. Ansonsten war es dreiste Abzocke.



Donnerstag nahmen wir uns Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang vorbei am Qurininalspalast, der Trajansäule; natürlich auch am "Illuminati"-Brunnen vorbei und zum Mausoleum des Augustus. Danach noch zur Papst Basilika Sta. Maria Maggiore.
 









 

Nach einem kurzen Mittagessen im Hotel machten wir noch einen Spaziergang "um den Block" und plötzlich konnten wir das Kolosseum sehen; natürlich hinspaziert und Fotos gemacht.



 
 
Im Hotel gab es zum Abschluss des wunderprächtigen Urlaubs (ohne Marathon)  noch einen leckeren Rotwein an der Hotelbar.


Am Freitag ging es dann leider schon wieder zurück nach Köln.








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